Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat ihre Empfehlungen für den Umgang mit Gottesdiensten in der Corona-Krise überarbeitet und massiv verschärft.

So sind alle öffentlichen Eucharistiefeiern und anderen Gottesdienste bis einschließlich 19. April abgesagt. Die Sonntagspflicht ist für diesen Zeitraum ausgesetzt. Die Kirchen in der Diözese bleiben aber geöffnet, um Gläubigen die Möglichkeit zum Gebet zu geben. Dies hat Bischof Dr. Gebhard Fürst zusammen mit dem von ihm geleiteten Krisenstab der Diözese am Montagvormittag beschlossen. Die Absage bis 19. April gilt auch für alle Veranstaltungen kirchlicher Träger.

Mehr Informationen finden Sie hier in der Zusammenfassung...

Gemeinde in der Corona-Virus-Krise

Liebe Gemeindemitglieder von St. Stephanus und St. Georg,

die Auswirkungen der Coronaviruspandemie erreicht in immer größerem Ausmaße unsere Gesellschaft und schränkt das öffentliche Leben ein. Dies betrifft natürlich auch unser kirchliches Leben, und zwar in einem Maße, in dem es sich wohl niemand hätte vorstellen können:

Alle Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen finden bis zum 19. April nicht statt (betrifft auch die Kar- und Ostertage, die Erstkommunionen und die Firmung), Hochzeiten und Taufen bis Ende Mai müssen abgesagt und verschoben werden, Requiem und Trauerfeiern müssen nachgeholt werden.

Jeder einzelne Gottesdienst, jede einzelne Feier oder Veranstaltung, die nicht stattfindet oder abgesagt werden muss „tut mir weh“, und es tut mir für die Betroffenen sehr leid.

Doch alle Termine können/werden nachgeholt.

Und wir dürfen vor allem die nicht vergessen, die in weit größerem Ausmaß vom Coronavirus betroffen sind: Die Erkrankten, die Toten (und ihre Familien), die Menschen, die in Krankenhäusern oder Altenheimen vergeblich auf Besuch warten, diejenigen, die isoliert sind, Menschen, die in ihrer beruflichen und wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, Frauen und Männer, die im Gesundheitswesen arbeiten, und die bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit beansprucht sind.

Der gefährlichste Virus, der uns in diesen Zeiten befallen kann ist der Virus Angst.

Angst war schon immer eine schlechte Ratgeberin.

Angst lähmt das Herz und macht lebensunfähig, bringt Panik und Egoismus hervor, verstärkt Vorurteile.

Was aber unsere Gesellschaft ganz besonders in diesen Krisenzeiten braucht ist Solidarität, Rücksicht aufeinander, die Bereitschaft einander zu helfen!

Und auch, wenn wir uns nicht zum Gebet, Gottesdienst und zur Eucharistiefeier versammeln dürfen (denn Menschenansammlungen sind auf jeden Fall zu vermeiden!), so bleiben wir doch eine im Gebet verbundene christliche Gemeinde. So können und müssen wir weiter miteinander und füreinander beten: um Heilung, Mut und Ausdauer, Geduld und Kraft, Vertrauen in Gottes Nähe und Begleitung – für alle Betroffenen und Verantwortlichen.

In einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer heißt es:

In mir ist es finster,
aber bei DIR ist das Licht.
Ich bin einsam,
aber DU verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig,
aber bei DIR ist die Hilfe,
Ich bin unruhig,
aber bei DIR ist der Friede.
In mir ist Bitterkeit,
aber bei DIR ist die Geduld.
Ich verstehe DEINE Wege nicht,
aber DU weißt den Weg für mich.

Es sind Worte, die mir schon in mancher und durch so manche Krisenzeit geholfen haben.

Natürlich bin ich als Pfarrer, sind wir in der Seelsorge und im Pfarrbüro –wenn auch im eingeschränkten Maße – für Sie weiterhin da! (siehe Hinweise)

Wie lange diese „Krisensituation“ anhalten wird und wie es danach weitergehen wird?

Weiß ich nicht!

Diese Situation ist für uns alle so neu, dass wir von Tag zu Tag dazulernen.

Ich bin sehr optimistisch, dass wir gemeinsam (mit Geduld und Verständnis füreinander) Lösungen finden werden. Misstrauen sie allen, die es ja schon immer wussten, was man machen soll, und die auch jetzt auf alles eine einfache Antwort wissen – meistens sind es Menschen, die keine Verantwortung für andere übernehmen müssen. Und wie immer wird auch „im Netz“ und in den sog. „sozialen Netzwerken“ viel Unsinn verbreitet.

Vorsicht,

Verantwortungsbewusstsein,

Sorge füreinander und für sich selbst

sind sehr wichtig.

Aber Unruhe,

Angst und Panik dürfen unsere Herzen

nicht beherrschen!

Im Gebet mit Ihnen verbunden

und mit herzlichen Segenswünschen,

Pfarrer Harald Golla

Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel 18. März 2020

- gekürzte Fassung -

Das Coronavirus verändert zurzeit das Leben in unserem Land dramatisch. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander - all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.

Natürlich ist jeder von uns in solch einer Situation voller Fragen und voller Sorgen, wie es weitergeht.

Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen.

Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.

Deutschland hat ein exzellentes Gesundheitssystem, vielleicht eines der besten der Welt. Das kann uns Zuversicht geben. Aber auch unsere Krankenhäuser wären völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Coronainfektion erleiden.

Das sind nicht einfach abstrakte Zahlen in einer Statistik, sondern das ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.

Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existentiell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird weiter funktionieren, die Versorgung wird selbstverständlich weiter gesichert sein und wir wollen so viel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren.

Aber alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte, das müssen wir jetzt reduzieren.

Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können.

Alle staatlichen Maßnahmen gingen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst. So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.

Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten anderer, aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können.

Es kommt auf jeden an. Wir sind nicht verdammt, die Ausbreitung des Virus passiv hinzunehmen. Wir haben ein Mittel dagegen: wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten.  Der Rat der Virologen ist ja eindeutig: Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zum Nächsten und am besten kaum noch Kontakte zu den ganz Alten, weil sie eben besonders gefährdet sind.

Ich weiß, wie schwer das ist, was da von uns verlangt wird. Wir möchten, gerade in Zeiten der Not, einander nah sein. Wir kennen Zuwendung als körperliche Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist leider das Gegenteil richtig.  Und das müssen wirklich alle begreifen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.

Dass wir diese Krise überwinden werden, dessen bin ich vollkommen sicher. Aber wie hoch werden die Opfer sein? Wie viele geliebte Menschen werden wir verlieren? Wir haben es zu einem großen Teil selbst in der Hand. Wir können jetzt, entschlossen, alle miteinander reagieren. Wir können die aktuellen Einschränkungen annehmen und einander beistehen.

Diese Situation ist ernst und sie ist offen.

Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch, davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt.

Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln und so Leben retten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.

Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf. Ich danke Ihnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

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